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Fototour
Impressionen aus der Deutschschweiz
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Portraits Vorstand Branchenverband Deutschschweizer Wein
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Kaspar Wetli
Ich bin heute 52-jährig, Geschäftsführer der SCHMID WETLI AG in Berneck im St. Galler Rheintal. Wir bewirtschaften mit unserem Rebmeister Lukas Fürst und weiteren Angestellten einen Betrieb von rund 13 ha und verarbeiten gegen 200'000 kg Trauben.
Am 5. September 1957 in Männedorf am Zürichsee geboren, verbrachte ich eine glückliche Jugend mit meinen drei Geschwistern auf dem elterlichen Weinbau- und Landwirtschaftsbetrieb. Nach Abschluss der Sekundarschule in Männedorf absolvierte ich die Winzerlehre bei Louis Chervet in Praz am Murtensee und bei Jakob Schmid in Berneck. 1978 arbeitete ich als Praktikant in der Kellerei Girlan im Südtirol und wurde vom damaligen Kellermeister Hartmut Spitaler in die Geheimnisse der Weinbereitung eingeführt. Im folgenden Jahr zog es mich nach Frankreich in die Kellerei Armand Rousseau in Gevrey Chambertin. Gut gerüstet begann ich 1979 mit der Ausbildung zum Oenologen HTL in Wädenswil. Es folgten Anstellungen in der Winzergenossenschaft Ilbesheim in der Pfalz und bei der Weinhandlung Marenghi in Würzburg, Deutschland.
1983 fand ich zurück nach Berneck. 1985 regelte mein Arbeitgeber Jakob Schmid die Betriebsnachfolge und wir gründeten zusammen die Jakob Schmid AG in Berneck.
Ich bin heute verheiratet mit Susanne Bicker. Von unseren vier Buben sind zwei im Weinbau tätig und der Jüngste beginnt dieses Jahr die Ausbildung zum Winzer.
Der Öffentlichkeit diente ich von 1993 bis 1997 als Bataillonskommandant in der Schweizer Armee und seit vier Jahren im Gemeinderat von Berneck.
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HP. Ruffner
Ich bin jetzt 66-jährig, seit meiner Pensionierung anfangs 2006 Präsident des Bündner Weinbauvereins – ab 1.1.09 Branchenverband graubünden WEIN genannt – und wohne in Malans GR.
Im Weinbaustädtchen Maienfeld aufgewachsen, habe ich in Chur die Kantonsschule be-sucht und schliesslich Biologie studiert. In meiner Doktorarbeit (1973) ging es um die Weinsäurebildung in der Rebe. Nach zwei Weiterbildungsjahren in Kalifornien und Australien kehrte ich als Oberassistent an die Uni Zürich zurück, wo ich mich weiter mit Rebphysiologie beschäftigte. 1982 erhielt ich die Lehrberechtigung für Pflanzenphysiologie. 1997 wurde ich zum Nachfolger von Dr. Werner Koblet an die Forschungsanstalt Wädenswil gewählt.
Im Verlauf der Neustrukturierung der landwirtschaftlichen Forschung konnte ich den Fachbereich Analytik und Technologie übernehmen. Meine Arbeit umfasste vor allem Personalführungs- sowie Organisations- und Teamentwicklungsaufgaben. Als Forschungsvertreter erhielt ich Einblick in die Arbeit des Deutschschweizer Weinbauverbands. Mit der Übernahme des Präsidentenamts in Graubünden wurde ich zum stimmberechtigten Vorstandsmitglied und vertrete jetzt unsern Kanton im Branchenverband Deutschschweizer Wein als Vizepräsident.
Seit 1998 bin ich Weinbauredaktor der Schweizerischen Zeitschrift für Obst- und Weinbau; seit fünf Jahren Chefredaktor der "Roten". 1999 übernahm ich mit Dr. François Murisier die Vorlesungen "Weinbau I und II" an der ETH Zürich und anschliessend die Bachelor-Ausbildung im Wahlfach Weinbau, die ich bis zu meinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Lehrkörper Ende 2008 betreute.
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Urs Schweingruber
Urs Schweingruber kam gegen Ende 1949 im bernischen Utzenstorf zur Welt und besuchte dort die Primar- und Sekundarschule. Sein erster Beruf war Landwirt. Aber schon während der Lehre interessierte er sich für den Obstbau und nach Abschluss der Landwirtschaftlichen Schule Zollikofen arbeitete er als Praktikant auf einem grossen Obstbaubetrieb in Aigle. Es folgte das Studium an der Ingenieurschule in Wädenswil. Dann zog es den Ingenieur HTL nach Rickenbach (LU), wo er die Produkti-onsleitung bei der Firma Habermacher übernahm.
1975 erfolgte der Wechsel zum Weinbau. Er übernahm an der Ingenieurschule Wädenswil die Stelle des Rebchefs für den Betrieb auf der Halbinsel Au, war dann zusätzlich als Fachlehrer an der Berufsschule für Winzer und Weintechnologen tätig und führte schliesslich auch noch das Sekretariat der Berufsbildungskommission Winzer.
Nach dem Übertritt in die Weinkellereien VOLG (1983) ging es beruflich steil bergauf: Innert zehn Jahren Leiter der Rebstationen Hallau, Winterthur, Malans (GR) und der Kelterbetriebe in Hallau und sowie Verkaufsleiter in Hallau waren die Eckpunkte des Aufstiegs zum zeichnungsberechtigten Bereichsleiter. Im Zuge von Umstrukturierungen bei fenaco übernahm Schweingruber ab 2001 neben den genannten Funktionen die Verantwortung für die Kelterei/Kellerei und den Abfüllbetrieb Winterthur. Gleichzeitig wurde er zusammen mit Thomas Wettach und Richard Schellenberg in die Geschäftsleitung der VOLG Weinkellereien gewählt.
Urs Schweingruber kennt das Metier des Winzers von Grund auf und kann auf jahrelange Erfahrung im Weinsektor zurückblicken. Für Freizeitaktivitäten blieb da wenig Platz. Es wundert, dass trotz allem noch Raum für eine Reihe von öffentlichen und politischen Ämtern sowie kulturelle Tätigkeiten blieb. Darunter bis 2006 Präsident der Deutschschweizer Einkellerer, bis Ende 08 als Präsident des Deutschschweizer Branchenverbands Wein, weiter als Finanzchef im Branchenverband Schaffhauser Wein und neu nun als Vertreter des Zürcher Branchenverbands im Vorstand des BDW. Seine Erfahrung in der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung wird in diesem Gremium sicher zum Tragen kommen
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Stefan Reichling
Ich bin im März 1963 in Stäfa am Zürichsee geboren. Nach der Volksschule absolvierte ich die landwirtschaftliche Berufslehre und schloss diese mit dem Fähigkeitszeignis ab. Von 1983 bis 1986 machte ich verschiedene weinbauliche Praktika in Praz/Vully, in Meilen und Stäfa. Eine mehrmonatige Osteuropareise führte mich 1987 auf dem Wasserweg von Deutschland nach Rumänien bis nach Istanbul in der Türkei.
1988 übernahm ich den elterlichen Rebbau von 2,5 ha und gestaltete diesen um zum Selbstkelterungsbetrieb mit nun 4,2 ha Reben. Nach den Betriebsleiterkursen in Wädenswil mit anschliessender Meisterprüfung, bildete ich ab 1993 regelmässig junge Frauen und Männer zum Winzer. Kulturellen Ausgleich verschaffte ich mir unter anderem mit der Mitarbeit im Vorstand der Gesellschaft Weinbaumuseum Au und in einem örtlichen Theaterverein.
Seit April 2009 präsidiere ich den Branchenverband Zürcherwein und bin im Vorstand des Zücher Bauernverbandes. Ab Mai 2010 bin ich Mitglied des Stäfner Gemeinderates. Freizeit verbringe ich mit des Familie, Tochter1993, Sohn 1998 mit segeln auf dem Zürichsee, Snowboarden in den Schweizer Schneebergen oder mit Freunden bei einer Töfftour am liebsten über die Alpenstrassen Europas.
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Lukas Andres
Gestatten: Andres, Lukas Andres. Lebensmittelingenieur HTL, Betriebsleiter der Rimuss- und Weinkellerei Rahm AG, Hallau. Alter 49 Jahre.
Geboren und aufgewachsen bin ich in der Stadt St. Gallen. In meinem Quartier stand die Schokoladenfabrik Maestrani nahe beim Primarschulhaus. Die Immissionen, welche man damals noch „wohlriechender Kakaoduft“ nannte, haben meine spätere Berufswahl beeinflusst. Ich habe mich nämlich für eine Lehre als Lebensmitteltechnologe, Fachrichtung Schokolade entschieden.
Für mich stand seit der Schulzeit fest, dass die Herstellung von Lebensmitteln eine sinnvolle berufliche Tätigkeit darstellt. Da mich die naturwissenschaftlichen Fächer stark interessierten, wollte ich mich noch weiter bilden. Zunächst machte ich eine Zusatzlehre als Chemielaborant und später, nach ein paar Berufjahren und nach der Teilnahme an einem einjährigen Kulturaustausch-Projekt in den USA und in Skandinavien, nahm ich das Studium an der Ingenieurschule Wädenswil auf. 1992 konnte ich mit Diplom als Lebensmittel-Ingenieur HTL abschliessen.
Nach weiteren Berufsjahren in der Lebensmittelindustrie kam ich im Jahr 2000 als Betriebsleiter zur Rimuss- und Weinkellerei Rahm AG nach Hallau. Hier übernahm ich von Robert Rahm sukzessive die technische Leitung der Firma. Ab 2006 als Mitglied der Geschäftsleitung. Seit meinem Eintritt in die Firma konnte das Wein- und das Traubensaftsortiment stetig ausgebaut werden. Zusammen mit dem engagierten Kellermeister gilt hier meine besondere Leidenschaft der laufenden Verbesserung der Weinqualitäten.
Schon bald nach meinem Eintritt in die Kellerei konnte ich die Firma in den Weinhändler- und Einkellerer-Kreisen vertreten. Bei der Vereinigung der Deutschschweizer Einkellerer wurde ich 2005 zum Präsidenten gewählt. Als Vertreter dieser Organisation half ich mit, den jetzigen Branchenverband Deutschschweizer Wein BDW zu gründen. Vor zwei Jahren wurde ich zudem in den Stiftungsrat der Schweizerischen Weinhandelskontrolle gewählt.
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Othmar Lampert
Ich bin 1964 geboren und in Steckborn am Untersee mit sieben Geschwistern aufgewachsen. Meine Eltern bewirtschafteten einen gemischten Landwirtschaftsbetrieb vorwiegend mit Milchwirtschaft. Als Nebenerwerb wurden 1.2 Hektaren Müller Thurgau Reben bearbeitet und ein Teil des abgefüllten Weines ab Hof verkauft.
1983 schloss ich die Lehre als Oenologe ab und machte die zweijährige Winzerlehre. 1986 bis 1988 bildete ich mich in Australien weiter. 1989 bis 1992 war ich als Betriebsleiter auf einem Ostschweizer Familien-Weinbaubetrieb tätig. Während meiner Ausbildung konnten meine Eltern einen Pachtbetrieb zukaufen. Das zuvor genutzte Weideland wurde querterrassiert und mit Reben bestockt. Dies bildete den Grundstein für einen Weinbaubetrieb. 1992 wurde mit dem Bau der eigenen Weinkellerei begonnen die zwei Jahre später fertig gestellt wurde.
Seit dieser Zeit wird die gesamte Ernte selber gekeltert und vermarktet. Durch Zupacht von Rebparzellen entlang am Untersee bewirtschaften wir heute eine Fläche von 5 Hektaren. Zudem kaufen wir auch Trauben zu und machen Lohnkelterungen für regionale Winzer. Seit 2001 bin ich verheiratet und Vater von zwei Buben. 2002 wurde ich in den Vorstand des Thurgauer Weinbauverband gewählt, den ich seit 2008 präsidiere.
Meine Gedanken zu der Vermarktung von Schweizer Wein sind: Eine Vielfältigkeit von Traubensorten, Kelterungsarten mit deren regionalen Eigenschaften. Transparenz bei der Produktion und Verarbeitung. Präsentation der Weine auf den Betrieben sowie Kundenkontakte pflegen.
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Raymond Sommer
Ich bin 52-jährig, seit Mitte der 90er Jahre im Vorstand des Weinproduzentenverbands Baselland, zuerst als Kassier und von 2002 bis 2010 als Präsident. In dieser Funktion war ich auch Vorstandsmitglied im ehemaligen Deutschweizer Weinbauverband und seit 1. Januar 2009 im neugegründeten Branchenverband Deutschschweizer Wein. Wohnhaft in Maisprach, BL.
Im Weinbaudorf Maisprach aufgewachsen, habe ich die Schulen in Muttenz besucht und eine Lehre als Chemielaborant abgeschlossen. Nach einem zweijährigen Praktikum in der Paul Schwob AG in Liestal (heute: Siebedupf Kellerei AG), habe ich in den Jahren 1984 bis 1987 die Ausbildung zum Ing. HTL für Obstverwertung und Weinbereitung am Technikum Wädenswil absolviert.
Nach Engagements in den Firmen Scherer&Bühler AG in Meggen und der Unifontes AG in Eglisau, habe ich mich für eine Anstellung bei der Coop Schweiz in Basel beworben. Seit 1990 bin ich nun dort tätig. Zuerst in der Weinabteilung als Verantwortlicher Koordinator für die Weinkellerei Pratteln und ab 1995 für die Produktionsplanung und -steuerung der Caves Coop am Hauptstandort Pratteln. Seit der Umsetzung von Coop Forte im Jahr 2000 leite ich dort den Zentralbereich/Support der Nationalen Logistik.
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Peter Wehrli
Ich bin am 12. Februar 1954 in Küttigen/AG geboren. Meine Eltern bewirtschafteten einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb. Nach der Winzerlehre besuchte ich die Ingenieurschule in Wädenswil, die ich mit der Meisterprüfung abschloss. Es folgten Arbeitsaufenthalte in verschiedenen Weinbaubetrieben und Weinkellereien. Nach Abschluss des Meisterdiploms war ich mehr als 15 Jahre als Prüfungs-experte bei Winzerlehrabschlussprüfungen tätig.
Mit 27 Jahren (1981) stieg ich in die Lokalpolitik ein und wurde ins Amt des Schulpflegepräsidenten und als Schulpfleger gewählt. 1997 erfolgte die Wahl in den Grossrat des Kantons Aargau. Seit 2005 amte ich als Präsident des Branchenverbands Aargauer Wein. Diese Aufgabe ist mit sehr viel Arbeit, aber auch mit grossen Freuden verbunden. Im Branchenverband Deutschschweizer Wein bin ich im Vorstand tätig. Seit 2008 vertrete ich die Schweiz im Oberrheinrat Sektion Landwirtschaft. Frankreich, Deutschland und die Schweiz betreiben eine gemeinsame Weinpolitik.
Im Jahr 1980 gründete ich mit meiner Frau Marlis und meinen Eltern einen Weinbaubetrieb, den meine Frau und ich 1990 übernahmen www.wehrli-weinbau.ch.
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